Verkehr

Die Verkehrsbelastung in unseren Altorten von über 4000 Fahrzeugen pro Tag und teils beengten Straßen ohne Gehsteige blockiert eine zeitgemäße Sanierung der Altorte und die Belebung der alten Wohnquartiere.
Wir wollen deshalb, dass unter Einbeziehung einer weiteren neuen Brücke ein durchgängiges Verkehrskonzept für den Südspessart entwickelt wird, damit die Belastungen in den Altorten reduziert wird. Außerdem gilt es wachsam zu sein hinsichtlich einer Verkehrsverlagerung von den linken auf die rechte Mainseite.

Von Jahr zu Jahr wird der Zeitplan für Planfeststellung und Realisierung verschoben, während andere Projekte (Kleinheubach, Brücke Kleinwallstadt, Umfahrung Stadtprozelten) bereits realisiert werden oder in der Planung schneller vorankommen. Hier zeigt sich die Beteiligung zweier Bundesländer als Bremsklotz. Das geduldige „Hinnehmen“ muss ersetzt werden durch konzertierten Druck beider Kommunen auf die planenden Stellen und die zuständigen Ministerien beider Länder. Offene Punkte (Schallschutz, Anschluss Mitte, Ausgleichsflächen) sind schnellstmöglich zu klären. Der vor dem Abschluss stehende Staatsvertrag muss alle Collenberg berührende Regelungen beinhalten und darf nicht an den Kommunen vorbei „von oben herab“ beschlossen werden.

Aktueller, offizieller Stand der Realisierung

Gemeinsam mit Freudenberg soll eine Lösung für die alte Brücke in Kirschfurt gefunden werden, die den Bedürfnissen der Bürger gerecht wird.
Der Fortbestand einer kurzwegigen Verbindung zwischen Kirschfurt und Freudenberg ist für uns unabdingbar. Die alte Brücke ist dafür die erste Lösung. Es gilt aber die finanziellen Belastungen durch die Forderung nach einer konsequenten Sanierung und die verkehrsgerechten Umbauten vor Besitzübergang auf Kosten der Bundesländer so gering wie möglich zu halten.

Entwicklung – Infrastruktur – Strukturen

Kopf in den Sand stecken hilft nicht! Das Baugebiet „Sand“ in Kirschfurt ist aus vielen Gründen (Grunderwerb, Kosten, Größe, Streubebauung, etc.) extrem problematisch. Dennoch führt kein Weg an einer konsequenten Erschließung vorbei und es müssen auf der Suche nach dem besten Kompromiss alle Anstrengungen unternommen werden, um die Voraussetzungen für eine  schnelle Erschließung zu schaffen. Dass dieses ideal gelegene Gebiet schnell bebaut sein wird steht für uns außer Frage.

Für viele Senioren sind schon die innerörtlichen Wege zu lang und es bedarf zur Sicherung der Grundversorgung der Hilfe von Nachbarn und Bekannten. Noch kritischer ist die Situation bei der Erreichbarkeit von Ärzten, Krankenhäusern und Apotheken mit Bahn und Bussen. Hier müssen in Zusammenarbeit mit Landratsamt und den beteiligten Verkehrspartnern einerseits die Angebote verdichtet, optimiert und für Senioren übersichtlich gestaltet werden, andererseits parallel neue Strukturen entwickelt und aufgebaut werden. Zudem muss der ÖPNV so gefördert werden, dass er auch finanziell attraktiv wird.

Der Neubau der Kinderkrippe ist vom Gemeinderat beschlossen und soll im Frühjahr begonnen werden. Parallel dazu müssen die Gemeinden generell darauf hinwirken, dass die finanziellen Lasten dieser Zukunftsaufgabe besser verteilt werden, um den Elternbeitrag deutlich reduzieren zu können.

Für die Grundversorgung mit Ärzten und Geschäften müssen alle Anstrengungen unternommen werden, während der Erhalt der Gaststätten einfach durch Besuch gesichert werden kann. Gerade für Senioren ohne Pkw ist es wichtig, Einkäufe im Ort erledigen zu können.

Unsere Altorte entlang der Staatsstraße kranken am Verkehr und der schlechten Bausubstanz. Hier unterstützt die Gemeinde private Maßnahmen mit Zuschüssen. Neben der Umgestaltung des Kirchplatzes muss für das Quartier um die ehemalige „Stadt Frankfurt“ ein Konzept erstellt werden und auch der „Schulgarten an der Fechenbacher Kirche ist mit den angrenzenden Grundstücken prädestiniert für eine Bebauung.

Für das Parken privater Pkw werden zu oft die öffentlichen Straßen genutzt, obwohl Flächen auf Privatgrund zur Verfügung stehen.
Um dem ungeordneten und oftmals den Verkehrsfluss behindernden Parken vorzubeugen, ist ein Parkraumkonzept für alle Straßen mit Festlegung und Markierung der Parkplätze zu erstellen und umzusetzen.

Viele Ortsstraßen sind in einem schlechten Zustand.
Deshalb muss eine konsequente Bestandsaufnahme mit Kostenermittlung erfolgen, die Prioritäten festgelegt und ein Finanzierungs- und Zeitplan erstellt werden. Gleiches gilt auch für Kanäle und das Wasserleitungsnetz.

Eine Beschränkung des Blickwinkels auf den Heimatort ist aber nicht sinnvoll. Deshalb müssen wir uns bei allen Animositäten und Besonderheiten vom „Kirchturmdenken“ lösen und die Südspessartgemeinden als „Schicksalsgemeinschaft“ verstehen.
Gemeinsam müssen die Kommunalpolitiker aller Gemeinden danach streben, die strukturellen Defizite zu beseitigen und Forderungen gegenüber den übergeordneten Behörden deutlich zu äußern und nachdrücklich durchzusetzen.

Umwelt - Natur - Naherholung

Die Umgestaltung des Mainvorlandes als Naherholungsraum für Collenberger und auch Gäste ist mit wenigen Eingriffen und überschaubaren Mitteln möglich und kann auch abschnittsweise realisiert werden. Allerdings muss sich das Konzept bis zum „Hencheplatz“ erstrecken und Bedürfnisse aller Altersgruppen berücksichtigen.

Wir wohnen in einer wundervollen Umgebung zwischen Main und den Spessartbergen. Die uns umgebende Natur hat mit den Wanderwegen und Sportangeboten einen hohen Erholungswert.
Es muss unsere Aufgabe sein, deutlich zu machen, dass diese Natur der Pflege und des Schutzes bedarf, wenn sie nicht zu unzugänglichen verheckten Wildwuchs verkommen soll, in denen die Wildschweine den Wohngebieten immer näher kommen.

Unsere Wiesentäler sind ein Kleinod der Natur. Deshalb ist es wichtig, das Tal des Fechenbachs bis zum „Brückenbrunn“ wieder vom waldähnlichen Wildwuchs freizustellen und den baumbestandenen mäandernden Bach wieder erlebbar zu machen.

Die Bewirtschaftung des Gemeindewaldes muss auf den Prüfstand. Und zwar sowohl hinsichtlich der bisher vom AELF durchgeführten Beförsterung, als auch hinsichtlich der Anpassungen an den Klimawandel. In beiden Bereichen muss ein zukunftsfähiges Konzept erarbeitet werden.

Das vorhandene Konzept für den Pfarrgarten und den Kirchplatz muss im Detail überarbeitet und zügig realisiert werden. 

Vereine - Kultur

Die Vereine stellen einen wichtigen Baustein im sozialen und gesellschaftlichen Leben dar. Sie weiterhin nach Kräften zu fördern und deren Fortbestand zu sichern ist eine wichtige Aufgabe.
„Leuchtturmprojekte“ wie der 3-D-Bogenparcours, sowie die permanente Mountainbikestrecke mit dem Übungsparcours zeigen, welche touristisch überaus erfolgreiche Projekte aus der Initiative von Vereinen  entstehen können, wenn sie nur engagiert und nachhaltig betrieben werden.
Gleichzeitig muss es Aufgabe der Kommunalpolitik sein, die Bürger in die Entscheidungen einzubeziehen, damit Identifikation mit dem Ort und die Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement zu schaffen.

Das „Museum im Venanzehaus“ ist eine gemeindliche Einrichtung, die auf ehrenamtlicher Basis vom Förderverein geführt und betrieben wird. Dieses Museum zu erhalten und weiter zu entwickeln ist eine Daueraufgabe, die ohne ehrenamtliches Engagement nicht zu schultern ist.

Der Sandstein des Maintals und was daraus entstanden ist stellt ein Alleinstellungsmerkmal dar und ist ein Pfund, mit dem wir noch viel zu wenig wuchern. Das gemeindliche Projekt „BUNTSANDSTEIN“ ist eine von allen beteiligten Fachstellen vielgelobte Initiative für Collenberg, den Südspessart und die ganze Region des Mainlandes. Der von Faulbach bis (vorerst) Miltenberg geplante „Erlebnisweg“ rückt Brüche, Bau- und Kunstwerke in den Fokus und in der ehemaligen Reistenhausener Kirche werden Geschichte und Geschichten des Sandsteins in allen Facetten dargestellt, erläutert. So werden das Wissen um Entstehung, Abbau, Verarbeitung und Nutzung des Sandsteins, der über Jahrhunderte unsere Orte prägte, erhalten und wieder ins Bewusstsein gerückt.